Neues aus der Fachschule

Seminar Delinquenz BK 32a

Wer kennt es nicht? Dieses Kribbeln im Bauch, wenn man etwas tut, obwohl man es nicht tut, es also verboten ist. Auch wenn es bei den meisten von uns nur der Verstoß gegen die Regeln des Elternhauses war, gibt es dennoch Jugendliche, die eine Grenze überschreiten. In dieser Schulwoche lernten wir, welche Folgen und Auswirkungen diese Grenze wirklich haben kann.

Am ersten Tag (20.01.) lernten wir die Folgen eines delinquenten Verhaltens kennen. Wir besuchten die JSA Schifferstadt. Dort führte uns Fr. Genzlinger im Innenhof herum und beantwortete uns am Nachmittag alle Fragen, welche wir in diesem Kontext hatten. Natürlich kommt nicht jeder delinquente Jugendliche direkt in die JSA. Bis dahin ist es ein langer Weg, bei dem die Jugendlichen keine andere Aussicht mehr hatten als wieder und wieder straffällig zu werden.

Der zweite Tag (21.01.) war zweigeteilt. Am Vormittag beschäftigten wir uns mit dem Jugendstrafrecht und dessen Aspekten in einer Kleingruppenarbeit und stellten diese vor.
Am Nachmittag schauten wir uns den Film „Picco“ an, ein Film nach einer wahren Begebenheit in einem deutschen Gefängnis, welcher sich um Täter und Opfer dreht, der klar die Subkulturen, die sich in einem totalitären System bilden, darstellt. Der Film beschäftigt sich sehr eindrücklich mit dem Machtgefälle und den gruppendynamischen Prozessen.

Am dritten Tag (22.01.) sprachen wir noch einmal über den Film, da dieser doch eine bleibende Wirkung auf viele von uns hatte, besprachen noch einige Aspekte der Jugendgerichtshilfe und am Nachmittag besuchte uns Hr. Sondermann. Dieser arbeitet im Schloss Stutensee auf einer Gruppe zur U-Haft Vermeidung für delinquente Jugendliche. Dort haben die Jugendlichen die Chance, zu beweisen, dass sie doch mehr sind als das, was das System aus ihnen macht.

Hr. Sondermann gab uns Einblicke in den Gruppenalltag und den Ablauf der Gruppe, welche Chancen und Möglichkeiten die Jugendlichen haben.

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