Neues aus der Fachschule

Projektwoche 2012: Ballschule

Lange Zeit herrschte Tristesse im deutschen Sport. Die Fußball- Nationalmannschaft konnte weder bei der WM ´98, wo sie im Viertelfinale ausschied, noch bei der EM 2000, wo sie nicht einmal die Vorrunde überlebte, überzeugen. Ganz zu schweigen von der Basketball Abteilung der Deutschen. Diese konnte sich für das anstehende Großturnier erst gar nicht qualifizieren. Daraufhin entschieden sich die deutschen Sportverbände etwas zu ändern. Der Fokus galt der wichtigsten Phase der sportlichen Grundausbildung - dem Kinder- und Jugendalter. 
 

 
Die Ballschule Heidelberg ist in diesem Punkt ein Vorreiter. Deutsche Sportler sollten von nun an schon in frühen Jahren einer vielseitigen Ausbildung unterzogen anstatt zu früh schon sportartspezifisch trainiert werden. 
 
In der Projektwoche durften wir einen kleinen Einblick in selbige werfen. Nach einer theoretischen sowie praktischen Einführung in die Thematik der Ballschule am ersten Morgen folgte am Nachmittag die erste Herausforderung für uns Azubis: Life-Kinetik, eine Art Ballschule für Erwachsene und somit ein Training für Körper und Gehirn, stand auf dem Programm. Das Besondere an der Life Kinetik ist, dass Übungen nicht trainiert werden, sondern sofort eine Variation kommt, wenn man (endlich) etwas einmal geschafft hat…dieser Fakt brachte einige von uns an der Rand ihrer Geduld. 
 
Um uns das breite Spektrum der Ballschule aufzuzeigen führten wir Teilnehmer drei verschiedene Ballschulstunden durch wie sie Grundschüler durchlaufen. Das gab uns sowohl einen Einblick in die Vorbereitung einer Stunde als auch die Durchführung an sich. Neben der allgemeinen Ballschule gab es weitere Schwerpunkte in der Projektwoche in Richtung Kindergarten, Adipositas und ADHS. Bei diesen wurden uns viele Spiele und Übungen, die speziell auf die jeweiligen Gruppen zugeschnitten waren, gezeigt. Diese erweiterten unseren Methodenkoffer um einige Ideen. 
 
Der Verausgabung der Teilnehmer wurde in Form von diversen Ballkoordinationsübungen und dem Schlusspunkt der Projektwoche dem Ultimate Frisbee auch Rechnung getragen . Dieser Workshop wurde von zwei Nationalspielern angeleitet, die uns mit qualifizierten Informationen zum Spiel und in taktischer Hinsicht bereicherten. Spätestens an diesem Tag kam auch der größte Sportler ins Schwitzen und hatte einen fulminanten Abschluss einer sehr spaßigen, lehrreichen und sportlichen Woche. 
 
Im Namen des Kurses bedanken wir uns auch bei Thorsten Damm und dem Praktikanten Patrick, die uns sehr gute Projektbetreuer waren. Es hat ganz viel Spaß gemacht und wir haben viel Neues mitgenommen.

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