Neues aus der Fachschule

Mal wieder Kind sein

Spielen stand, theoretisch aber vor allem auch praktisch, fünf Tage lang für uns als VK auf dem Stundenplan. Um in diese Thematik einzusteigen, setzten wir uns zuerst mit unserer eigenen Spielbiografie auseinander. Zusammenfassend stellten wir fest, dass es rückblickend eine freudige und schöne Zeit war, auch wenn wir an ganz unterschiedlichen Orten und mit unterschiedlichen Gegenständen spielten. 


Im nächsten Schritt klärten wir, was Spiel eigentlich bedeutet und betrachteten hierfür verschiedene Spieldefinitionen. Wir bemerkten, wie schwierig es ist, das Spiel in einem Satz zu erklären. Ein weiterer theoretischer Block war das Thema kooperative Abenteuerspiele. Dabei befassten wir uns mit den Konzeptgedanken, Zielen und Spielleiteraufgaben. Außerdem beschäftigten wir uns mit der Bedeutung des Spieles für die kindliche Entwicklung.

Abwechslung zwischen den Theorieeinheiten brachten uns praktische Spielphasen in der Groß- und Kleingruppe. Diese Gelegenheiten nutzen wir auch immer, um uns in der Rolle als Spielleiter auszuprobieren, aber auch um nach dem Spiel die Tauglichkeit für die praktische Arbeit in den Einrichtungen abzuwägen.

Nicht nur als Spielleiter, sondern auch als Spielekettenerfinder durften wir uns in dieser Woche versuchen. In Kleingruppenarbeit sollten wir nun eine Spielreihe zusammenstellen, die einen roten Faden beinhaltet. Es entstanden phantasievolle Geschichten mit witzigen und lernreichen Spielen.

Der Höhepunkt dieses Seminars war der Spieleparcour am letzten Tag. Jeweils zwei Schüler planten und führten eine Spielstation aus. Materialen erhielten wir aus dem angemieteten Heidelberger Spielmobil. Neben den klassischen Parcourspielen wie Torwandfußball und Dreibeinlauf entstanden auch eher außergewöhnliche Spiele wie zum Beispiel das Teebeutelweitwerfen. Alle Schüler und unser Seminarleiter Herr Holz, stellten sich den Aufgaben der Stationen, um zum Teil die beste Zeit oder die meisten Punkte zu erzielen. Spaß und Frustration lagen nah beieinander und doch galt am Ende: Dabei sein ist alles.
Mit neuen Spielideen und -erfahrungen im „Erzieherkoffer“ ziehen wir weiter, um diese in den richtigen Situationen anzubieten und weiterzuentwickeln.

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