Kompetenzerwerb in der Ausbildung

Die Ausbildung an der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik Heidelberg basiert auf einer intensiven Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung. Dabei hat neben den im Rahmenplan festgeschriebenen fachlichen Fertigkeiten insbesondere die Vermittlung personaler Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Methodenwissen und Sozialkompetenz einen hohen Stellenwert.

Fachkompetenzen (Wissen und Fertigkeiten)*
Die Absolventinnen und Absolventen können …

  • pädagogische Beziehungen gestalten
  • Erziehungs- und Bildungsprozesse gestalten
  • Gruppenprozesse einschätzen und gruppenpädagogische Prozesse initiieren
  • eine Gruppe eigenverantwortlich leiten
  • Projekte, Aktivitäten und pädagogische Maßnahmen gestalten
  • zum verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt anleiten
  • Partizipation ermöglichen
  • Übergänge gestalten
  • rechtliche, konzeptionelle und organisatorische Bedingungen der pädagogischen Arbeit angemessen beachten
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaften gestalten
  • konstruktiv im Team arbeiten und das Team weiterentwickeln
  • bei der Öffentlichkeitsarbeit mitwirken
  • an Konzeptions- und Qualitätsentwicklungsprozessen mitwirken
  • in Netzwerken kooperieren
  • Verwaltungs- bzw. Arbeitsabläufe mit den vor Ort eingesetzten Kommunikationssystemen mitgestalten

*(Auszug: Rahmenplan für die praktische Ausbildung von Erzieherinnen und Erzieherin an der Fachschule für Sozialpädagogik [hier: praxisintegriert], S. 7)

 

Personale Kompetenzen (Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Selbstständigkeit)*
Die Absolventinnen und Absolventen …

  • sind der Welt, sich selbst und Mitmenschen gegenüber offen, neugierig, aufmerksam und tolerant
  • akzeptieren Vielfalt und Komplexität gesellschaftlicher Lebenslagen in einer demokratischen Gesellschaft
  • respektieren und beachten Diversität und Komplexität in sozialen Kontexten und bejahen diese als Quelle von Lernerfahrungen und als Möglichkeit der Initiierung und Mitgestaltung von Bildungsprozessen
  • pflegen einen Kommunikationsstil auf der Grundlage wechselseitiger Anerkennung und Wertschätzung
  • zeigen Empathie für Kinder, Jugendliche, ihre Familien und deren unterschiedliche Lebenslagen
  • respektieren die Vielfalt von Zielen und Werten in der Bildung von Kindern und Jugendlichen
  • handeln präventiv gegenüber den Tendenzen der Exklusion
  • respektieren die Vielfalt von Zielen und Werten in der Bildung von Kindern und Jugendlichen
  • verstehen Vielfalt, Individualität und Verschiedenheit aller Menschen als Bereicherung und Normalität
  • sind in der Lage, pädagogische Beziehungen aufzubauen und professionell zu gestalten berücksichtigen die Bedeutung emotionaler Bindungen und sozialer Beziehungen bei der pädagogischen Arbeit
  • haben ein Bild vom kompetenten Kind als Leitlinie ihrer pädagogischen Arbeit
  • sehen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Subjekte ihrer Entwicklung und begegnen ihnen mit einer ressourcenorientierten Grundhaltung
  • unterstützen alle Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • unterstützen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ein positives Selbstkonzept zu entwickeln
  • fördern die Selbstbildungspotenziale von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • fördern die Bereitschaft von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, produktiv und selbständig Probleme zu lösen
  • haben die Fähigkeit zur Kooperation mit allen Akteuren des Arbeitsfeldes
  • reflektieren die eigene Sozialisation und Berufsmotivation
  • sind sich bewusst, dass sie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine Vorbildfunktion haben
  • reflektieren und bewerten die Subjektivität eigener Wahrnehmungen im Spannungsfeld von Selbst und Fremdwahrnehmung
  • haben eine kritische und reflektierende Haltung zu Handlungen ihres beruflichen Alltags
  • haben die Bereitschaft zur Überprüfung eigener Werte, Normen und Stereotype auf der Grundlage einer stetigen Reflexion und Auseinandersetzung mit den eigenen kulturellen und religiösen Prägungen
  • reflektieren die biographischen Anteile des eigenen Handelns und ziehen entsprechende Schlussfolgerungen für die Entwicklung ihrer beruflichen Identität
  • sind in der Lage, ein pädagogisches Ethos zu entwickeln, prozessorientiert zu reflektieren und Erkenntnisse argumentativ zu vertreten
  • lassen sich auf offene Arbeitsprozesse ein und können mit Komplexität und häufigen Veränderungen im beruflichen Handeln umgehen
  • haben die Fähigkeit berufstypische Anforderungen zu erfüllen und Tätigkeiten in verschiedenen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern nachhaltig zu gestalten
  • verfügen über eine ausgeprägte Lernkompetenz, durch die sie die Entwicklung ihrer Professionalität als lebenslangen Prozess verstehen um ihn nachhaltig zu gestalten
  • haben die Fähigkeit, die Berufsrolle als Erzieher/ Erzieherin weiterzuentwickeln.

*(aus: Kompetenzorientiertes Qualifikationsprofil für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern an Fachschulen/Fachakademien. (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 01.12.2011)