Neues aus der Fachschule

Projektwoche 2010: Sinneswahrnehmung und Höhle

(Projektwoche 20.-24.9.2010 in Bad Urach)
So lange auch die Anfahrt zu dem beschaulichen Örtchen Bad Urach war, so entspannend verlief der erste Tag. Neben Zeltaufbauen und einem ersten Beschnuppern der "Neulinge" - denn wir waren ja 8 BK25ler, die sich in der Einführungswoche zuvor bereits sehr gut kennen gelernt haben - und 3 der BKs 23 und 24, stand erst einmal eine kleine Informationsrunde auf dem Plan.
Gekrönt wurde der erste Tag mit dem gruppendynamischen Versuch, alle Teilnehmer unserer Projektwoche trockenen Fußes über einen Bachlauf zu bekommen.
Es bedarf sicherlich keiner Erwähnung, dass wir das im ersten Anlauf sauber (und vor allem: trocken) hinbekommen haben.

Der Dienstag begann mit einer stillen Wanderung, gefolgt von Frühstück und dem direkten Einstieg in das Thema Sinneswahrnehmung. Mit verbundenen Augen mussten wir geführt werden - was mindestens in Anbetracht des beeindruckenden Panoramas und der wärmenden Sonne sicherlich nicht einfach
war, geschweige denn aufgrund der Blindheit an sich. Weiter ging es in einer Art Stationswanderung mit dem Element "Stille Post" - In Zeiten von Facebook und SMS ist die Mundpropaganda sicherlich nicht mehr allzu modern, aber unser immenser Orientierungssinn ließ uns dann doch noch zum gewünschten Ziel gelangen, die beeindruckende Aussicht von einem Felsen.

Mittwoch Morgen wurde die stille Wanderung etwas intensiviert, sie wurde länger und stiller und so konnten wir uns nach einem stärkenden Frühstück auf den Weg machen.
Der Eingang einer Höhle diente uns zum kurzen Reinschuppern in das, was uns am nächsten Tag erwartete, das Hauptaugenmerk lag mittwochs aber eindeutig noch auf der Sinneswahrnehmung. Und so rundeten diverse Angebote unsere Sinne zu entdecken den Vormittag auf einer sonnigen Wiese ab.
Den freien Nachmittag verbrachten einige in Bad Urach, andere schauten sich den Bad Uracher Wasserfall an.

So intensiv die Sonne tagsüber auch strahlte und wärmte, so schaudernd kalt war es doch auf dem Zeltplatz und in den Schlafsäcken nachts.
Unser kleiner Trost: eine Runde warm Duschen dauerte 8 Minuten.
Aber auch die kälteste Nacht konnte uns nicht den Donnerstag vermiesen: es ging in die Höhle...
Viele von uns hatten sich im Internet schon einmal schlau gemacht, wie die Gustav-Jakob-Höhle bei Bad Urach von Innen aussieht - aber das war kein Vergleich dazu, wie intensiv wir sie erlebten.
Gut gewappnet, mit Helm, Lampe und anfangs noch sauberen Klamotten fuhren wir in die Höhle ein. Und ja, sie wurde enger und enger und enger...
Schlamm, Kälte, Enge und die Dunkelheit brachten uns alle an unsere Grenzen, aber Jede und Jeder bog und wand und schlurfte und kroch und krabbelte und kletterte und zog sich durch die Höhle - um sich am Ende mit vielen, vielen Eindrücken (psychisch wie physisch) wieder herauszupressen. Erschöpft, geschunden, aber glücklich - und mit dreckigen Klamotten.

Den Abend und somit die Woche ließen wir in einem alten Indianer-Tipi, offenem Feuer und leckerem Essen ausklingen.

Der Freitag stand nach einer kleinen Theorieeinheit samt Reflexion ganz und gar unter unseren hausmännischen Pflichten wie Saubermachen, Zelte abbauen, Autos einräumen, Kofferraum-Tetris spielen und der Heimfahrt.

Unser Fazit:
Nach dieser Projektwoche ist unsere kälteerprobte Gruppe um viele Erfahrungen und Eindrücke Reicher und wir sind schon jetzt gespannt, was uns im Rahmen unserer Ausbildung noch alles erwarten wird.


Bericht:      Björn Heinrich
Fotos:        David Kraus
 

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