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Neues aus der Fachschule
Hamburg unsere Perle
Am 15.05.2011 traf sich der BK 24 am Hauptbahnhof in Heidelberg um gemeinsam die Reise in den hohen Norden anzutreten. Reiseziel war die Stadt Hamburg. Die Stimmung während der Zugfahrt war sehr ausgelassen und alle waren gespannt wie die Woche in Hamburg wird.
Hamburg 13:56 Uhr, stark bewölkt mit vereinzelten Schauern und mäßigen Windböen, die so einige Frisuren aufwühlte. Nichts desto trotz schlugen wir uns durch den Sturm Hamburgs Richtung A&O Hostel durch. Nach der Ankunft wurden die Zimmer inspiziert und bezogen, bevor sich einige auf Entdeckungsreise in die Stadt begaben. Andere gönnten sich eine Pause und testeten die Betten in ihren Zimmern.
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Gemeinsam fanden sich alle wieder um 18:00 Uhr zu einem Abendessen im Hostel ein. Den restlichen Abend gestaltete jeder nach seinen eigenen Vorstellungen.
Am Montagmorgen trafen wir uns nach einem reichhaltigen Frühstück, um gemeinsam an einer Stadtführung teilzunehmen und anschließend das Rauhe Haus zu besuchen. Im Seminarraum wurden wir freundlich von einem Mitarbeiter des Rauhen Hauses empfangen. Nach einer kurzen gegenseitigen Vorstellung führte uns ein Film in die Ursprünge der Stiftung, welche zu den bekanntesten diakonischen Einrichtungen in Deutschland zählt und klärte uns über aktuelle Themenschwerpunkte auf.
Das Rauhe Haus ist mit verschiedensten Einrichtungen, Wohngruppen und Stadtteilbüros im Großraum Hamburg vertreten. Betreut werden Kinder, Jugendliche und ihre Familien, alte Menschen, geistig Behinderte und psychisch kranke Menschen. Außerdem werden eine allgemeinbildende Schule, eine Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie und eine Berufsschule für Altenpflege unterhalten. Wir erfuhren, wie Johann Heinrich Wichern, der Gründer des Rauhen Hauses, seine pädagogische Idee umsetzte und mit seiner Frau und zehn bis zwölf „verwahrlosten“ Kindern unter einem Dach lebte. Nach einem weiteren kurzen Rundgang über das Gelände bedankten und verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Weg zurück ins Hostel.
Allerdings besuchten wir einige Tage später auch die Fachhochschule auf dem Rauhen Haus Gelände, wo wir einen Einblick in das Spiel- und Lernprogramm Opstapje erhielten. 4 Mitarbeiterinnen dieser Abteilung vom Rauhen Haus informierten uns mit großem Engagement über Ziele, Inhalte und Methoden des Programms.
Opstapje ist holländisch und bedeutet „Schritt für Schritt“. Es richtet sich an Eltern und Alleinerziehende mit Kindern ab 18 Monaten. Anderthalb Jahre lang begleiten die Mitarbeiterinnen die Familien. Einmal in der Woche kommen Sie für eine Stunde ins Haus. Spielerisch und mit einfachen, praktischen Beispielen erfahren die Eltern, wie sie den Alltag mit ihrem Kind gestalten können.
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Die weiteren Einrichtungen, die wir besucht haben: „Das Speer- Gebiet“ in St. Georg, eine Anlaufstelle für minderjährige Prostituierte, die „Kaffeeklappe“, eine Hilfe für Frauen aus dem Milieu in St. Pauli: Unterstützung beim Ausstieg aus der Prostitution, Hilfe beim beruflichen Neustart, Beratung und Begleitung.
Außerdem besuchten wir den Verein basis & woge. Dort erfuhren wir mehr über das Haus „Zuflucht“, dessen Ort geheim gehalten wird. Die „Zuflucht“ richtet sich an Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund im Alter von 14 bis 21 Jahren, die von Zwangsverheiratung oder anderer familiärer Gewalt bedroht sind. Darauf aufbauend gibt es das betreute interkulturelle Wohnprojekt Kardelen (türk.: Schneeglöckchen). In diesem Wohnprojekt finden Mädchen einen geschützten Ort, an dem sie zur Ruhe kommen und sich neu orientieren können.
Es zeigt sich, wir haben als zukünftige Jugend- und Heimerzieher/innen ein großes Spektrum an möglichen Arbeitsfeldern.
Das KIDS (Kinder In Der Szene), ein weiteres interessantes Arbeitsfeld, ist ein Hilfezentrum (Anlaufstelle, niederschwellige Einrichtung) für Jugendliche am Hamburger Hauptbahnhof, die seit 1993 Erfahrung in der aufsuchenden Straßensozialarbeit haben. Es bietet Alltags- und Überlebenshilfen, Beratung, Begleitung und Unterstützung in schwierigen Fragen. Auch hier trafen wir auf engagierte Mitarbeiter, die uns einen Einblick über ihre Aufgaben gaben und mit uns ein spannendes Gespräch führten.
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Impressionen von einem Abenteuerspielplatz
Auch die leichte Unterhaltung kam nicht zu kurz. Am Mittwochabend hatten wir das Glück von der absoluten Loge, das Musical „König der Löwen“ zu bestaunen. Alle waren restlos von den Schauspielern und dem Bühnenbild beeindruckt.
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Und das Essen danach war Spitze! Es gab ein „Wagenrad“ im Schanzenviertel zu speisen. Am letzten Tag gönnte man sich einen Drink in einer Bar im Schanzenviertel, bevor man sich auf die Reeperbahn verzog, um die Studienfahrt in einer Cocktail-Bar ausklingen zu lassen.
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Der nächste Morgen wurde damit verbracht, die Taschen zu packen und die Zimmer aufzuräumen, um dann nach einer „geilen“ Studienfahrt zurück in die Heimat zu fahren.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die diese Reise möglich gemacht haben.
Von: Johannes Poppenburg, Daniel Zahid
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